Schöne und mächtige Nofretete

Sie soll eine der schönsten Königinnen, wenn nicht sogar die Schönste gewesen sein, Nofretete, Königin von Ägypten, Gemahlin von Echnaton, dem Ketzerkönig.
Um Nofretete ranken viele Geschichten und Mythen. Überliefertes Material, das zum Beispiel über den Ort der Grabstätte von Nofretete Aufschluss gibt, fand man nur wenig. Bis heute wird deshalb über den Verbleib des Leichnams spekuliert.
Archäologen aus unterschiedlichen Ländern sind seit jeher am Leben und Sterben der Königin aus dem antiken Ägypten interessiert. Seit der Entdeckung der weltberühmten Büste von Nofretete durch den Ägyptologen Ludwig Borchardt am 7. Dezember 1912 ist alle Welt von der Schönheit der Königin fasziniert. Der Wissenschaftler fand sie in einwandfreiem Zustand im Wüstensand, dort wo einst El Armana, die goldene Stadt, stand.
Spekulationen lassen vermuten, dass Nofretete im Harem von König Amenophis III., Vater des Echnaton, aufwuchs. Andere Meinungen lassen deutlich werden, dass Nofretete eine syrische Prinzessin gewesen sein könnte und durch die Heirat mit Echnaton die damals bereits existierenden diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern gestärkt hätte. Beide Theorien sind jedoch unbestätigt.
Fest steht, dass Königin Nofretete im Alter von etwa 18 Jahren den cirka  vier Jahre jüngeren Echnaton ehelichte und sechs Töchter zur Welt brachte. An der Seite ihres Gemahls herrschte sie mit großem Einfluss über das ägyptische Volk.
Sie richtete Feinde hin und verteilte Ehrenprämien, was sonst nur ein König durfte. Die starke Persönlichkeit verhalf der schönen Königin zu Unabhängigkeit und Macht. Dem Volk allerdings war die Regentschaft von Echnaton und seiner Frau zu wider. Eine soziale und wenig später auch wirtschaftliche Krise zog sich über das Land, teilweise hungerte das Volk.
Mittlerweile brauchte das Königspaar ihr Militär, um Feinde aus der goldenen Stadt, El Amarna, draußen zu halten und um das unzufriedene Volk am Abwandern zu hindern.
Nofretete wird wohl gemerkt haben, dass es mit dem Ägyptischen Reich unter der Herrschaft ihres Gatten zu Ende ging. Eventuell gab es zu diesem Zeitpunkt Zerwürfnisse zwischen den Eheleuten, die dann noch durch die Geburt des Tutanchamun, dem lang ersehnten Sohn und späteren Kindkönig, verstärkt wurden. Die Mutter des Knaben war eine Nebenfrau mit Namen Kija. Wann und wie die schöne Königin Ägyptens Nofretete zu Tode kam, ist nirgends verzeichnet, zumindest nicht in den Artefakten, die bis heute bekannt sind.

Ältester Bowlingsaal der Welt in Ägypten entdeckt

Italienische Archäologen entdeckten in Qum Mady in der ägyptischen Provinz El-Fayum den wohl ältesten Bowlingsaal der Welt.
Während Grabungsarbeiten in einer Siedlung der Ptolemäer-Dynastie entdeckten die Archäologen einen Saal, dessen Boden mit Kalkstein gefliest war. Eine zwanzig Zentimeter hohe, lange Bahn, die in einem etwa 12 x 12 Zentimeter großen, viereckigen Loch endete, war der Mittelpunkt des Saales. Neben der Bahn fanden die Wissenschaftler zwei steinerne Kugeln.
Die italienischen Archäologen kamen nach ihren Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Anlage wohl der Versuch, ein neues Spiel zu erschaffen, gewesen sei und dem heutigen Bowling ähnelte.
Weitere Entdeckungen in dem Gebäude, in welchem der Spielsaal gefunden wurde, waren unter anderem Papyrusrollen, Gegenstände aus Kupfer sowie Tongefäße. Die Liste der katalogisierten Teile soll dem ägyptischen Kultusministerium zukommen.
Da es sich bei der Fundstelle um eine ganze Siedlung handelt, kann man davon ausgehen, dass Ägypten nach Beendigung der Grabungsarbeiten eine weitere Touristenattraktion aufweisen wird, Bowling-Interessierte sollten aber weiterhin auf einer modernen Bahn spielen.

Zeitreise in das Antike Ägypten

Im Historischen Museum in Speyer kann man sich derzeit auf eine Zeitreise in das antike Ägypten begeben. Unter dem Motto „Das Alte Ägypten mit allen Sinnen“ hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht: Die Exponate dieser Ausstellung dürfen angefasst werden und Familien werden aufgefordert, mitzumachen, was besonders für Kinder interessant sein dürfte.
Die begehbare Rekonstruktion eines Reise- und Transportschiffes aus dem antiken Ägypten dürfte die Besucher besonders in ihren Bann ziehen. Erbaut von einem Schweizer Bildhauer, Beat Künzler, ist die Rekonstruktion mit einer Länge von etwa 7 Metern und einer Breite von gerade mal 1,40 Meter sehr beeindruckend. Vorlage für den originalgetreuen Nachbau des Schiffes waren antike Wandmalereien.
Auf der Ausstellung soll den Besuchern die Bedeutung des Nils als Transportweg und als Quell des Lebens näher gebracht werden. Sogar an Sehbehinderte und Blinde hat man dabei gedacht, denn ein Teil der Ausstellung wurde so konzipiert, dass diese Besucher mittels ihres Tastsinns die Ausstellung erforschen können. 
Die Ausstellung „Das Alte Ägypten mit allen Sinnen“ wird bis zum 30. März 2008 in Speyer zu besuchen sein, und zwar immer von Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr.

Mumie als Pharaonin Hatschepsut identifiziert

Bereits 1903 wurde die Mumie der Hatschepsut, Pharaonin vor nahezu 3500 Jahren im Antiken Ägypten, von Howard Carter entdeckt. Carter, der noch eine zweite Mumie bei den gleichen Grabungsarbeiten entdeckte, ließ aber nur eine Mumie nach Kairo transportieren. Vermutlich war diese der Leichnam einer Krankenpflegerin von Königin Hatschepsut, die mit zunehmendem Alter offensichtlich sehr krank wurde.

Die Untersuchung der weiblichen Mumie per CT, DNA-Analysen und anderen forensischen Methoden bestätigte nun, was längst vermutet wurde: bei der 1903 entdeckten Mumie handelt es sich tatsächlich um Pharaonin Hatschepsut.

Hatschepsut ernannte sich selbst zur Pharaonin, was Grundlage zu Spekulationen, ob die Königin vielleicht ermordet wurde, gab. Einige Archäologen konnten sich ein Verbrechen nicht vorstellen, in ihren Augen gab es dafür zu wenig Anhaltspunkte. Doch für Skeptiker und viele Wissenschaftler war die Theorie gar nicht so abwegig.

Wie die jüngsten Untersuchungen der Mumie ergaben, litt Pharaonin Hatschepsut an Krebs und Diabetes, daran starb sie auch, so dass eine unnatürliche Todesursache ausgeschlossen werden kann. Die Regentschaft fand ihr Ende also durch einen natürlichen Tod.

Viele Einzelheiten hatte man in Gräbern gefunden, die mit Hatschepsut zu tun hatten. Darunter fand man beispielsweise eine verriegelte Kiste, auf der der Name der Pharaonin eingraviert war. Ultraschalluntersuchungen lüfteten das Geheimnis. Es war ein Zahn. Als die Mumie der Königin in dem neu eingerichteten Labor für Forensik im Untergeschoss des Ägyptischen Museums in Kairo untersucht wurde, war der Zahn das letzte fehlende Stück im großen Puzzle der Mumie. Der Zahn passte, was als abschließendes Indiz in der großen Frage, ob es sich um Hatschepsut´s Mumie handele oder nicht, galt.

Laut dem Generaldirektor der Ägyptischen Altertümerverwaltung, Dr. Zahi Hawass, der auch bei allen Untersuchungen zugegen war, zählt der Fund der Mumie von Pharaonin Hatschepsut zu den bedeutendsten in der ägyptischen Geschichte. Ägypten hat also ein weiteres Geheimnis um eine große historische Persönlichkeit gelüftet.

Bergbau im Antiken Ägypten

Sieht man die zahlreichen Monumente in Ägypten, die alle Zeitzeugen der Historie sind, ist man zunächst so beeindruckt, dass man sich keine Gedanken um das „Woher“ oder „Womit“ macht, bestenfalls darüber, wie die alten Ägypter diese monströsen Bauten errichten konnten. Wie entstanden die Pyramiden? Wie wurden die Steinblöcke von den Steinbrüchen zu den Baustellen transportiert? Wie wurden die Felsblöcke jeweils auf die oberste Reihe der Pyramiden gesetzt, per Rampe oder per antikem Aufzug?

Es gibt aber noch andere Fragen zu beantworten. Neben den, teils heftigen, Spekulationen der Wissenschaftler, wo welcher Pharao beigesetzt wurde oder wie das Leben eines Pharaos und des ägyptischen Volkes aussah, fragt man sich spätestens seit der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun im Jahr 1922, wie die brillant gearbeitete Totenmaske des Kindkönigs gefertigt wurde und woher das Gold für die Maske kam.

Vor einigen Jahren fanden die Archäologen und Wissenschaftler heraus, dass Bergbau bereits 3100 v. Chr., also schon im Zeitalter der Pharaonen, sehr interessant war. Entgegen der Meinung, die bis dahin galt, Pharaonen wären nur an der fruchtbaren Nilebene und ein paar wenigen Oasen in der Wüst interessiert gewesen, fand man regelrechte Goldwaschstellen. Das Erstaunliche dabei war, dass sich diese Fundstellen kilometerweit von Wasser entfernt befanden.

Wie wurde die logistische Frage für den Wassertransport gelöst. Schließlich brauchte man nicht zum Gold waschen das wertvolle Nass, sondern auch zur Versorgung der Arbeiter, die nach dem Gold schürften. Mittlerweile kennt man etwa 700 Bergbaustellen, an den nach Gold geschürft wurde. Belegt wird das Ganze durch das Turiner Minenpapyrus. Hierbei handelt es sich um eine von Pharao Sethos I. um 1300 v. Chr. in Auftrag gegebene Karte, die die Goldgruben im Wadi Sid aufzeigt. Gold wurde seinerzeit hauptsächlich in südlichen und östlichen Wüstengebieten abgebaut.

Doch nicht nur Gold war für die antiken Ägypter von großer Bedeutung, das Interesse an der Kupfergewinnung fand schon bald nach der Entdeckung der Goldminen zunehmendes Interesse bei den Herrschern des Antiken Ägypten. Die Gewinnung des Edelmetalls fand hauptsächlich im Sinai in Erdsteinbergbauten statt. Nach weiteren Erkenntnissen wurden auch Türkise und Smaragde auf dem Sinai gefunden, die nach und nach abgebaut wurden. Die Pharaonen verwendeten sie zur Herstellung von Schmuck, zur Verzierung von Totenmasken und zur Verschönerung ihrer Tempeleinrichtungen. Die Frage, woher man das Material zur Herstellung der Totenmaske des Tutanchamun herkam, dürfte somit hinlänglich geklärt sein.

Zwischen Hurghada und Luxor, Suez und Sharm el Sheikh und in der Wüste östlich des Nils fand man die schönsten Edelsteine und wertvollsten Metalle, die das Antike Ägypten unter anderem so reich machten. Die Insel Seberged mitten im Roten Meer war Jahrhunderte lang Standort für den Abbau von verschleifbaren Peridotkristallen, den sogenannten Olivin. Diese wasserlose Insel war im Antiken Ägypten als „Topazios“ bekannt und wurde bereits von den Pharaonen der Spätzeit ausgebeutet.

El Gouna am Roten Meer

Eine der Top Reisedestinationen in Ägypten ist derzeit El Gouna am Roten Meer. Die künstlich erschaffene Stadt nördlich von Hurghada hat alles zu bieten, was ein Urlauberherz begehrt. Hotels mit bis zu fünf Sternen, Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Letztere sind sehr beliebt bei den Touristen, da man nicht an irgendwelche Speisezeiten gebunden ist und vor allem ordentlich ausschlafen kann.

In El Gouna gibt es unter anderem ein Kino, Supermärkte, ein Krankenhaus mit Druckkammer, Apotheken, einen Zahnarzt und zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Eine Partie Golf gefällig? Auf dem 18-Loch-Golfplatz mit Blick auf das Rote Meer in Al Gouna kein Problem.

Wer nun meint, dass El Gouna viel zu weit weg liegt von den Sehenswürdigkeiten, der hat weit gefehlt. Durch den nationalen Flughafen außerhalb der Lagunenstadt kommt man für günstiges Geld nach Luxor, Kairo und Abu Simbel, es sind keine nervigen Busfahrten mehr notwendig.

Wer weniger auf die Kulturschätze des Antiken Ägypten aus ist, kann sich durchaus in El Gouna die Zeit vertreiben, zum Beispiel beim Tauchen oder Schnorcheln, Kitesurfen, Boot fahren, Wasserski, Segeln, Tennis spielen, Reiten und vieles mehr.

In El Gouna wird der Dienstleistungssektor sehr hoch gehalten, denn dass Ziel ist, dass sich der Gast so gut wie möglich erholen soll. Ob nun ein Babysitter gebraucht wird oder ein Chauffeur, in El Gouna kriegt man zu niedrigen bis fairen Preisen alles. Die Kinderfreundlichkeit zeichnet sich besonders aus, denn nach dem Grundsatz „Kinder sind unsere Zukunft“ hat man auch an die Allerkleinsten gedacht. In den verschiedenen Swimmingpools gibt es extra Kinder- und Babybecken, Animationsprogramme speziell auf Kinder jeden Alters zugeschnitten gehören in El Gouna zur Tagesordnung.

Viele Urlauber in El Gouna, die sich eine Ferienwohnung gemietet haben, überlegen bereits, ob sie sich eine Wohnung oder ein Ferienhaus dort kaufen sollen. Diese Möglichkeit wird angeboten. Seriöse Makler sind gern behilflich bei der Abwicklung eines derartigen Geschäftes.

Der Kern von El Gouna ist das Dorf Kafr Al Gouna, dort findet man zahlreiche Cafés und Bars wie auch Restaurants mit internationaler und lokaler Küche.

El Gouna ist ein Besuch wert, und wird sich in Zukunft zu einem Highlight in der ägyptischen Tourismusbranche entwickeln.