Das Antike Ägypten und der Tod auf dem Nil
Die Legende um Osiris hört sich sehr mystisch an. Als Sohn des Erdgottes Geb und der Himmelsgöttin Nut soll er ein Leben als Mensch geführt haben, obwohl er von göttlicher Geburt war. Er lehrte das Volk, wie man Ackerbau betreibt und dass man die Götter verehrt.
Seine drei Geschwister waren Isis, Göttin der Magie, Seth, Gott des Chaos und der Stürme und Nephthys, zusammen mit Isis war sie die Beschützerin der Toten. Wie es bei den Göttern Brauch war, nahm Osiris seine Schwester Isis zur Frau und Seth ehelichte Nephthys. Doch der Legende nach währte die Ruhe nicht sehr lange, denn Seth wurde eifersüchtig auf Osiris und brachte ihn um.
Eingesperrt in eine Kiste wurde Osiris von Seth in den Nil geworfen und ertrank. Isis fand die Kiste und gab ihm mit ihrer Magie neues Leben. Als Seth dies erfuhr wurde er wütend, zerriss Osiris in 14 Teile und warf diese in den Nil. Isis fand die Leichenteile wieder und begrub sie in der Erde. Deshalb wird Osiris auch als menschliche Mumie gezeigt in den Überlieferungen.
Nach dieser Legende begannen die Ägypter, streng nach dem Begräbnisritual des Osiris, ihre Toten zu mumifizieren. Die Ägypter hofften, dass sie auf diese Weise mit Osiris verbunden werden könnten. Nach dem Ableben wurde die Leiche auf den Übertritt ins Jenseits vorbereitet, indem man Gebete und Beschwörungen sprach. Die Formeln aus den Totenbüchern sollten den Weg in das nächste Leben erleichtern, so dass als letzte Hürde nur das Gericht des Osiris zu überwinden war. Dabei wurde das Herz des Verstorbenen auf der Waage gegen eine Feder gewogen. Neigte sich die Waage für den Verstorbenen, so war ihm ewige Glückseligkeit sicher.
Man glaubte auch, dass in jeder Provinz Ägyptens eines der 14 Teile des getöteten Osiris beigesetzt wurde. Bubastis lockte daher immer wieder Gläubige an und auch im Isis-Tempel in Philae verehrte man Osiris. Der Kopf soll in Abydos mitten im Nil bestattet worden sein, deshalb nennt man diesen Tempel auch das “Tor ins Jenseits”.
Written by sabine on February 1st, 2007 with
no comments.
Read more articles on Uncategorized.
- [+] Digg: Feature this article
- [+] Del.icio.us: Bookmark this article
- [+] Furl: Bookmark this article













