Ramses, der Große und seine Herrschaft über das Antike Ägypten
Pharao Ramses II. wurde lange Zeit vom Wesir Paser, der schon seinen Vater Sethos I. in dessen Regierungsgeschäften innen- wie außenpolitisch beriet, unterstützt.
In seinem vierten Regierungsjahr musste Ramses II. in die Schlacht gegen die Hethiter, dokumentiert als die „Schlacht von Kadesch“, ziehen, um dem sich immer weiter nach Ägypten vordringenden Feind Einhalt zu gebieten und die Grenze zu festigen. Erst fünfzehn Jahre später kehrte Ruhe ein, als König Hattusili III. dem ägyptischen Herrscher einen Bündnispakt anbot.
Der Friedensvertrag der am 21. November 1259 v. Chr. unterzeichnet wurde, hielt bis über den Tod Ramses II. hinaus an und gilt als der erste, schriftliche geschlossene Vertrag seiner Art.
Fast alle Beamten des Ramses II. sind durch Denkmäler und Bauten verewigt. Nicht nur in Dokumenten findet man die Aufgaben, Erfolge, wirtschaftlichen Aufzeichnungen und andere Ereignisse der jeweiligen Persönlichkeiten, die am Hofe dienten. Ramses II. ließ sie auch mit großen Würden bestatten, da die Beamten in der Regel einen großen Teil dazu beigetragen hatten, dass das ägyptische Reich während seiner Herrschaft einen so erfolgreichen Aufschwung erlebte.
Diplomatisch, wie Ramses II. nun einmal war, heiratete er im späteren Verlauf seiner Regentschaft unter anderem auch ausländische Prinzessinnen, um die geschlossenen Friedensverträge untermauern zu können.
Auch seine Ehefrauen erhielten Tempel und andere Denkmäler, so dass Ramses II. einer der wenigen Pharaonen war, dessen Familienentwicklung fast vollständig nachvollziehbar war.
Ramses II. war machthungrig und geltungsbedürftig. Wohl auch deshalb ließ er viele monströse Bauten errichten, die aber heute teilweise nicht mehr vollständig vorhanden sind. Zu den spektakulärsten Monumenten zählt zweifelsfrei der Felsentempel von Abu Simbel, dessen Rettung im letzten Jahrhundert erneut Aufsehen erregte. Ramses II. ließ diesen Tempel etwa 270 Kilometer südlich von Assuan bauen, vermutlich nicht nur aus rituellen Gründen, sondern auch, um durch die vier übergroßen sitzenden Ramses-Statuen die Nubier an der Südgrenze des ägyptischen Reiches abzuschrecken.
Als Ramses II. im Jahr 1213 v. Chr. starb, wurde er im Tal der Könige im Grab KV 7 beigesetzt. Seine Totenruhe wurde allerdings schon kurze Zeit später von Grabräubern gestört. Die Plünderung des Grabes ist im Strike Papyrus, welches im Turiner Museum zu begutachten ist, schriftlich festgehalten. Die Todesursache wird bislang mit dem hohen Alter und möglicher Krankheit begründet, doch wollen Wissenschaftler auch die Mumie Ramses II. mit dem CT untersuchen, wie zuvor schon die Gebeine des Tutanchamun, um sie genauer eingrenzen zu können.
Written by sabine on May 9th, 2007 with
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